
Am vergangenen Sonntag fand im Gasthaus zur Kegelbahn in Frontenhausen die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen des SPD-Ortsvereins statt. Dem SPD-Gemeinderat David Dick sowie dem SPD-Kreisvorsitzenden und Kreisrat von Dingolfing-Landau, Dr. Bernd Vilsmeier, wurden besondere Grüße ausgesprochen.
Vorsitzender Hartmut Manske befasste sich in seiner Begrüßungsrede, die auch Teil seines Rechenschaftsberichts war, mit den aktuellen Themen der Landes- und Bundespolitik. „Der Bürger willigt ein, dass Bildung eine Aufgabe des Staates ist und diese auch erfüllt werden muss.“ Außerdem wünschten sich die Menschen in der Gesundheits- und Pflegeregion, dass die medizinische Versorgung in diesem Land künftig gewährleistet ist. Im Rahmen einer solidarischen Bürgerversicherung sollten die Kosten im Gesundheitswesen neu strukturiert werden, so Manske.
Die Unterschiede zwischen ländlichen Räumen und Metropolregionen seien in keinem anderen Flächenland Deutschlands so ausgeprägt wie in Bayern. Zur Bewältigung der Herausforderungen benötigen die Kommunen eine verbesserte finanzielle Ausstattung. Nur wenn genügend qualifizierte Arbeitsplätze vorhanden sind, bleiben die jungen Leute in ihrer Heimat. Die Betriebe in der Region – egal ob Industriebetriebe, Architekten oder kleine Handwerksbetriebe – brauchen heute alle einen schnellen Internetanschluss. Die Datenautobahn ist genauso wichtig wie gut ausgebaute Straßen. An manchen Orten in Niederbayern sei es schneller, seine Daten auf eine CD zu brennen und von A nach B zu fahren, als zu versuchen, sie über das Internet zu übertragen.
„Wir, die SPD, wollen sowohl die Datenautobahnen als auch die Verkehrsinfrastruktur ausbauen. Zu einer guten Infrastruktur gehört auch der Ausbau der Kinderbetreuung“, so Manske weiter. Die Kommunen hätten viel Geld investiert, um eine gute Kinderbetreuung anzubieten. Nun würden sie von der bayerischen Landesregierung dafür bestraft, indem die ihnen zustehenden Mittel zum Ausbau der Kinderbetreuung für anderweitige Vorhaben verwendet werden. Dieses Geld würde jedoch dringend für den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung sowie für Investitionen in Gesundheit und Pflege benötigt. Gerade für Kinder aus sozial benachteiligten Familien sind frühe Bildung, Spracherwerb und soziale Integration die Grundlage für Erfolg in der Schule.
Inhaltlich habe die SPD ohnehin die besseren und gerechteren Konzepte, erklärte Manske. Gerechte Löhne und gute Arbeitsbedingungen seien die Grundlage für eine auskömmliche Alterssicherung. Denn ein solidarisches Sozialversicherungssystem könne Niedriglöhne und Sozialdumping auf Dauer nicht auffangen. Dazu gehöre auch, dass jemand, der lange gearbeitet hat, im Alter mehr haben müsse. Nach 45 Jahren Arbeit müsse eine abschlagsfreie Rente möglich sein. Und wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, brauche eine auskömmliche Erwerbsminderungsrente, so der Vorsitzende Hartmut Manske.
Die anschließenden Wahlen, die von Dr. Bernd Vilsmeier geleitet wurden, brachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender: Hartmut Manske; Stellvertretende Vorsitzende: Michelle Kramer; Kassiererin: Maria Manske; Revisoren: Heinz Wippenbeck und Elfriede Geisenfelder; Beisitzer: David Dick und Alois Scheier; Arbeitsgemeinschaften: 60plus und AsF – Hartmut und Maria Manske; Delegierte für die Kreis- und Unterbezirkskonferenz: Maria und Hartmut Manske.
In seinem Schlusswort bedankte sich Hartmut Manske für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. „Auch in Zukunft werde ich das Wohl unserer Bürgerschaft im Auge behalten. Gerade mit Blick auf die kommenden Wahlen werde ich die Anliegen unserer Bürgerinnen und Bürger in der Region ernst nehmen. Darum ist es wichtig, dass das soziale Profil unserer SPD vor Ort und darüber hinaus nicht an Schärfe verliert“, so Hartmut Manske.