Bundestagskandidat Severin Eder zu Besuch bei der SPD Frontenhausen

Veröffentlicht am 26.02.2021 in Kommunalpolitik

Obere v. l. Heinz Wippenbeck, Musa Kirbas, Severin Eder u. Dr. Bernd Vilsmeier; Unten v

Im Rahmen einer Video-Vorstandssitzung der SPD Frontenhausen begrüßte Vorsitzender Hartmut Manske den Bundestagskandidaten für den hiesigen Wahlkreis 230 Severin Eder sowie SPD Kreisrat und stellv. Bezirksvorsitzenden Dr. Bernd Vilsmeier.

Wie in der vergangenen Sitzung sorgte Gemeinderat David Dick für den technischen Ablauf   dieser Vorstandssitzung. In seinem Grußwort informierte Dr. Bernd Vilsmeier über die aktuellen Themen in Kreistag. „Da steht derzeit die Vorbereitung und die Verabschiedung des Haushalts für den Landkreis Dingolfing-Landau im Mittelpunkt“. „Hier hinterlässt Corona auch seine Spuren. Dank der Hilfen von Bund und Land werden die Gemeinden für das Jahr 2020 noch relativ gut wegkommen und damit die Steuereinnahmen relativ planbar sein und damit auch die Kreisumlage, die in etwa 75 Prozent der Einnahmen ausmacht, für die Projekte des Landkreises“, so Dr. Bernd Vilsmeier. Mit dankenden Worten zum Grußwort erteilte Vorsitzender Hartmut Manske den Bundestagskandidaten Severin Eder das Wort. „Gerne sei er der Einladung der SPD Frontenhausen gefolgt um sich und seine Politik in diesem Wahlkreis und darüber hinaus vorzustellen. Als Nachfolger des Bundestagsabgeordneten Florian Pronold der seit einigen Wochen seinen Rückzug aus der Bundespolitik bekanntgegeben hat, ist es meine Aufgabe die Politik der sozialen Gerechtigkeit fortzuführen. „Lasst uns das Beste daraus machen! Es wird ein spannendes Wahljahr, denn niemand von uns hat Erfahrung mit einem Wahlkampf in Zeiten von Corona. „Dennoch werden wir selbstbewusst auftreten, um unsere sozialen Werte weiter zu verfolgen“. Wir haben einen unerschütterlichen Wertekompass, die auch die nachkommenden Generationen in unser Handeln miteinbezieht. Soziale Gerechtigkeit ist unsere DNA. Wer bin ich? Ich bin Severin Eder, 28 Jahre alt, im Rottal geboren und aufgewachsen. Ich bin der 1. Kandidat, der in diesem Wahlkreis, vom Kindergarten, über die Grundschule, die Berufsausbildung und dem Hörsaal alles vor Ort, hier im Wahlkreis durchlaufen hat. Ich habe meine mittlere Reife in der Realschule in Eggenfelden, meine Ausbildung als Elektroniker für Geräte und System in einem mittelständischen Unternehmen in Hebertsfelden und mein Studium in Pfarrkirchen absolviert. Aktuell arbeite ich als Krisenspezialist bei einem Münchner Reiseveranstalter und bin Co-Vorsitzender der Jusos Niederbayern. „Trotz meiner 28 Jahre habe ich bereits einiges an Lebenserfahrung sammeln können. „Ich weiß, was es heißt in einer Branche tätig zu sein, die durch die Pandemie brach liegt. „Ich weiß, wie es ist, wenn man trotz Vollzeit-Job Angehörige zu pflegen hat. Ich weiß durch meine beruflichen Stationen, wie wichtig es ist, dass wir ein System haben, dass einen auffangen und einem Halt geben kann. Warum erzähle ich euch das Ganze? Ich erzähle es deshalb, weil ich genau aus diesen Erfahrungen meine politischen Ziele ableite, so Severin Eder. Wir werden all unsere Kraft einsetzen müssen, um zu verhindern, dass die derzeitige Krise dazu genutzt wird, eine weitere Umverteilung von unten nach oben zu vollziehen. Unsere Aufgabe als Sozialdemokrat/Innen wird es sein, soziale, ökonomische und geschlechterbezogene Ungerechtigkeiten zu thematisieren, zu bekämpfen und unser System so zu verändern, dass es für die Zukunft tauglich ist!
Ein starker Sozialstaat, wie wir uns ihn vorstellen, muss für alle Formen der Ungerechtigkeit eine Lösung haben. „Bei den Themen Arbeit & Umwelt dürfen die Arbeitnehmer/Innen und die Klimabewegungen nicht gegeneinander ausspielen, sondern müssen gemeinsam für unser aller Wohl kämpfen. Unser Oberstes Credo muss hierbei sein: „Das eine tun, ohne das andere zu lassen“. Vor allem hier in unserer Region, in der wir stark von der Automobilindustrie abhängig sind. Wir müssen die Arbeitsplätze verteidigen und gleichzeitig die Produkte & Produktionsverfahren so verändern, dass die Industrie ihren Platz in einer sozio-ökologischen Transformation findet. Europa & Internationales: Der Einsatz für unsere Ideale einer gleichen und freien Gesellschaft beschränkt sich nicht nur auf die Außengrenzen einer Nation oder auf einen Kontinent. „Nein, so Severin Eder, unser Kampf gilt für alle Menschen auf dieser Erde! „Als Mensch, aber auch als Christ, fällt es mir schwer, das Handeln unseres Bundesinnenministers nachzuvollziehen, hinsichtlich der Asylpolitik zu Europa. Es mich fassungslos, dass man weiterhin zusieht, wie Menschen im Mittelmeer ertrinken und unter menschenunwürdigen Verhältnissen an den EU-Außengrenzen eingepfercht werden. Wir als Sozialdemokrat/Innen wollen die EU nicht nur als Wirtschaftsunion, sondern als Sozialunion aufbauen, so der Bundestagskandidat Severin Eder. Im Namen der SPD Vorstandschaft bedankte sich Vorsitzender Hartmut Manske für die aufschlussreiche Vorstellung und wünschte ihn bei den kommenden Bundestagswahlen viel Erfolg.
In der anschließenden Diskussion zeigte der Vorsitzender Hartmut Manske und einige Vorstandsmitglieder wenig Verständnis dafür, dass die Leistungen der SPD in der jetzigen Bundesregierung und ganz besonders beim Corona-Krisenmanagement für das Land nicht ausreichend wahrgenommen werden. Als Beispiele nannte er, die Senkung der Einkommenssteuer, bessere Löhne in sozialen Berufen, mehr Schutz für Paketboten, Parität bei den Krankenkassenbeiträgen, Stärkung des Zolls beim Kampf gegen Sozialbetrug, Verbesserungen bei Leih- und Zeitarbeit, Entlastung von Geringverdienern, die Einführung eines sozialen Arbeitsmarkts und der Brückenteilzeit, höher Verbesserungen für Rentner, in der Pflege, für Mieter und noch so vieles mehr. „Dieses sind die Grundlagen des sozialen Friedens“, so der Vorsitzende Hartmut Manske abschließend zu dieser Video-Vorstandssitzung.

 

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