Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität als politischer Maßstab

Veröffentlicht am 02.09.2026 in Allgemein

Der SPD Ortsverein Frontenhausen diskutierte aktuelle Herausforderungen – klare Forderungen an Bundespolitik und soziale Sicherungssysteme Die aktuellen politischen Herausforderungen und die Frage, wie sozialdemokratische Grundwerte in konkrete Politik umgesetzt werden können, standen im Mittelpunkt einer Vorstandssitzung der SPD Frontenhausen. Ortsvereinsvorsitzender Hartmut Manske konnte dazu im Gasthause „Zur Post“ in Frontenhausen den stellvertretenden SPD-Bezirksvorsitzenden Severin Eder aus Pfarrkirchen, den SPD-Kreisvorsitzenden und Kreisrat Dr. Bernd Vilsmeier aus Steinberg sowie die neu gewählte SPD Gemeinderätin Michelle Kramer begrüßen. Als jüngstes Mitglied des Frontenhausener Gemeinderats, will sich Kramer künftig aktiv in die Kommunalpolitik einbringen. Insbesondere die Perspektive ihrer Generation möchte sie dabei stärker in die politische Arbeit vor Ort engagieren.

Eder fordert mehr sozialdemokratische Handschrift
Severin Eder machte in seinem Grußwort deutlich, dass die SPD ihre politischen Grundüberzeugungen auch innerhalb der Regierungsarbeit deutlich vertreten müsse. „Sozialdemokratie muss mehr sein als das Verwalten von Kompromissen. Unser Anspruch sind gute Löhne, ein starker Sozialstaat und soziale Sicherheit“, erklärte Eder. Die SPD-Basis werde deshalb auch gegenüber den eigenen Regierungsvertreterinnen und -Vertretern auf eine stärkere sozialdemokratische Handschrift drängen. „Unser Maßstab sind unsere sozialdemokratischen Grundwerte, nicht die Bequemlichkeit eines Regierungskompromisses“, so Eder.
Vilsmeier: „Wer jahrzehntelang gearbeitet hat, verdient Verlässlichkeit“
Dr. Bernd Vilsmeier richtete den Blick insbesondere auf die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme und der gesetzlichen Rente. Die soziale Absicherung stehe von verschiedenen Seiten unter Druck. Gleichzeitig dürfe die Diskussion über notwendige Reformen nicht dazu führen, dass die Menschen ihre berechtigten Ansprüche auf Sicherheit und Verlässlichkeit verlieren. Positiv bewertete Vilsmeier unter anderem eine stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation, mehr Transparenz bei versicherungsfremden Leistungen sowie die Einbeziehung weiterer Berufsgruppen in die gesetzliche Rentenversicherung. Kritisch sieht er dagegen Überlegungen zur Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. „Wer jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge geleistet hat, verdient Verlässlichkeit und Anerkennung“, betonte Vilsmeier.
Manske: Grundwerte müssen sich in konkreten Entscheidungen zeigen.
Ortsvereinsvorsitzender Hartmut Manske stellte anschließend die drei zentralen Werte der Sozialdemokratie in den Mittelpunkt: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Diese dürften keine bloßen politischen Schlagworte bleiben, sondern müssten sich in konkreten Entscheidungen widerspiegeln. „Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und internationaler Herausforderungen brauchen die Menschen eine Politik, die ihnen Sicherheit gibt, faire Chancen ermöglicht und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt“, sagte Manske.Freiheit brauche dabei auch soziale Sicherheit. Gute und sichere Arbeitsplätze, faire Löhne, Investitionen in Bildung und Infrastruktur sowie die Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit seien wichtige Voraussetzungen dafür, dass Menschen ihr Leben selbstbestimmt gestalten könnten. Auch bei Gesundheit, Pflege und Rente müsse soziale Gerechtigkeit im Mittelpunkt stehen. Unterschiedliche Erwerbsbiografien und besonders belastende Tätigkeiten müssten angemessen berücksichtigt werden.
Klimaschutz sozial gestalten
Ein weiterer Schwerpunkt war der Klimaschutz. Die notwendige Transformation müsse nach Auffassung des Ortsvereins sozial gerecht gestaltet werden. Beschäftigte sowie Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen dürften nicht überproportional belastet werden.
Gleichzeitig müsse Deutschland stärker auf die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels reagieren. Insbesondere der Schutz der Bevölkerung vor zunehmenden Hitzeperioden müsse verbessert werden. Dafür benötigten auch die Kommunen ausreichende finanzielle Unterstützung .„Wir brauchen Klimaschutz, der Arbeitsplätze sichert, neue Chancen eröffnet und die Menschen bei der Veränderung mitnimmt“, erklärte Manske.
Starkes Europa und soziale Verantwortung
Auch die Bedeutung Europas wurde hervorgehoben. Angesichts internationaler Krisen und wachsender Herausforderungen müsse Europa als Gemeinschaft für Frieden, Demokratie und soziale Sicherheit handlungsfähig bleiben. Für die SPD Frontenhausen stehen dabei wirtschaftliche Stärke und soziale Verantwortung nicht im Widerspruch. Eine leistungsfähige Wirtschaft sei vielmehr die Grundlage für dauerhafte soziale Sicherheit und eine gerechte Verteilung des Wohlstands.
Zum Abschluss fasste Hartmut Manske die Position des Ortsvereins zusammen: „Wir erwarten von der Bundespolitik, dass sie unsere Werte nicht nur formuliert, sondern in konkrete Entscheidungen übersetzt. Freiheit braucht soziale Sicherheit, Gerechtigkeit braucht faire Chancen und Solidarität bedeutet, Verantwortung füreinander und für die kommenden Generationen zu übernehmen.“ Die SPD Frontenhausen wolle sich dafür einsetzen, dass diese Grundsätze auch auf kommunaler und regionaler Ebene sichtbar und für die Menschen erfahrbar bleiben.
 

 

SPD Infos im Netz

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Webseite der BayernSPD BayernSPD-Landtagsfraktion

Referentin im Bürgerbüro Ruth Müller, MdL

Referentin im Bürgerbüro Ruth Müller, MdL

Bürgerbüro Ruth Müller, MdL

Nikolastraße 49 84034 Landshut

Telefon: +49 (0)871 95358 300

Telefax: +49 (0)871 95358 301

ruth.mueller@bayernspd-landtag.de

www.ruth-müller.de