Senioren der SPD bewerteten die politische Lage zur Corona-Pandemie

Veröffentlicht am 09.11.2020 in Allgemein

v.l. Hartmut Manske, Musa Kirbas, Alois Scheier u. Maria Manske.

Bezirksvorsitzender Hartmut Manske aus Frontenhausen hatte die hiesigen Vertreter der SPD Senioren zu einem Meinungsaustausch über die politische Lage zur Corona-Pandemie eingeladen.
Zu Beginn dieses Austausches bat der Vorsitzende die Anwesenden zu einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen Dr. Hans-Joachim Vogel, der uns vorgelebt hat, wie man Sozialdemokratie auch Zukunftsweisend leben sollte.

Eingehend auf die derzeitige Corona-Pandemie lobte Vorsitzender Hartmut Manske die Geschlossenheit aller Parlamentarier in Berlin und in den Bundesländern zu ihren Endscheidungen der Corona-Auflagen.
Der von allen Seiten befürwortete und umgesetzte Lockdown wurde auch durch die Disziplinbereitschaft in der Bevölkerung maßgeblich unterstützt. Sicherlich haben die Bilder mit den vielen Verstorbenen von Bergamo (Italien) auch dazu beigetragen. Die Folgen dieser Pandemie, von der weltweit über 33 Mill. infiziert und über 1 Mill. Menschen verstorben sind, zeigt wie gefährlich das Virus immer noch ist. Hierzulande sind annähernd 230tsd. Mitbürger/innen infiziert und fast 9500 Menschen haben ihr Leben verloren. Es bleibt zu hoffen, dass die wissenschaftliche Medizin bald mit Medikamenten und einem Impfstoff dieser Pandemie entgegenwirken kann. Maßnahmen wie Maske tragen, Abstandsregeln und Hygienevorschriften einzuhalten mindern nur das Risiko vor diesem Virus. Die anfängliche starke Sensibilisierung im Volk diesen unsichtbaren Feind mit Vorsicht und Respekt zu begegnen hat sich bei vielen Leuten seit ein paar Monaten in Ignoranz und Leichtsinn verflacht. Auch versuchen Verschwörungs-Theoretiker und Corona-Leugner hingegen diese Pandemie zu verharmlosen. Ein großer Teil unserer Bürger/innen jedoch geht mit dieser Pandemie sehr verantwortungsbewusst um, so Hartmut Manske.

 Auch gilt es den Mitbürger/Innen nochmals „Danke“ zu sagen, die sich beruflich und freiwillig den Gefahren dieser Pandemie zum Schutze der Bevölkerung ausgesetzt haben, bemerkte Alois Scheier 60plus Beauftragter der SPD Frontenhausen.

Die große Koalition sowie die bayerische Staatsregierung haben mit der Bereitstellung von Hunderten Mrd. Euro erst einmal den größten Schaden vom Volk abgewendet. Betrachtet man die Verteilung dieser Gelder in einigen Bereichen des Lebens, so stellt sich die Frage von Bevorteilten und Benachteiligten. Gerade in den sozialen Bereichen, wie Arbeit, Gesundheit und Bildung scheint das Virus wie ein Brennglas die Versäumnisse in der Vergangenheit offen gelegt zu haben.. Auf die Gesamtsituation der Pandemie in Deutschland mit den vielen Infizierten und Toten gab der Bezirksvorsitzende zu verstehen, dass es eigentlich ein Weckruf für die gesamte Politik sein sollte. Hierzu brachte er den SPD-Gesundheitspolitiker Prof. Dr. Karl Lauterbach und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ins Spiel und sagte über ihnen und ihr Wirken in der Koalition: “Ganz oben, auf der Bundesebene, machen unsere Genossen eine hervorragende Arbeit. Auch das muss den Bürgern im Land vermittelt werden, denn wir als SPD sind für das Volk da. Sicherlich ist es wichtig, dass Wirtschaftszweige wegen der Corona-Pandemie mit finanziellen Mitteln unterstützt werden um die Lebensqualität in unserem Land aufrecht zu erhalten.

Beim Missbrauch von Werksverträgen in der Arbeitswelt sprach Musa Kirbas, Migrationsbeauftragter der IGM Landshut die durch die Corona-Pandemie ans Licht gekommen katastrophalen Zustände in der Großschlachterei Tönnies in Nordrhein- Westfalen sowie die Nichteinhaltung der Corona-Auflagen auf den Gemüsehof in Mamming an. Nur durch das restriktive Eingreifen der Behörden konnte schlimmeres verhindert werden.

Besorgt äußerte sich Maria Manske Vorsitzende des Arbeitskreises sozialdemokratischer Frauen (AsF) über die Voraussetzungen im Bildungssystem, gerade in Zeiten von Corona. „Laptop und Lederhose sei das Aushängeschild von Bayern, aber für Schulausrüstungen und Personal sei kein Geld da“. „Hierfür sollte die Staatsregierung alles dafür tun, die finanziellen Mittel zur Sanierung und zum Neubau von Schulen sowie die Ausstattung digitaler Arbeitsmittel in allen Schulen bereit zu stellen“. „Ein gutes Bildungssystem ist das höchste Gut eines Volkes und ist abhängig auch von fachlich gut ausgebildeten Pädagogen an allen Schulen“. „Denn bei dieser Forderung geht es um die Zukunft nachkommender Generationen“, so Maria Manske.
Vorsitzender Hartmut Manske sprach mit seiner Äußerung allen aus der Seele, als er die Problematiken zusammenfassend mit einem abschließenden Statement darstellte indem er ausführte: “Was wir brauchen sind neue Ideen“. „Was wir brauchen ist eine neue, konzentrierte Form des Föderalismus von der alle Bundesländer profitieren, auch was die unterschiedlichen Bildungssysteme angeht.” „Ich hoffe“, so Manske zum Schluss, “dass wir als Senioren auch etwas Entscheidendes zu diesen Thematiken werden beitragen können.”

 

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